Die ersten 100 Tage als Führungskraft in einem neuen Umfeld

1. Lernen Sie das Team und die handelnden Akteure kennen

  • Der erste Eindruck zählt; wichtig: kommunizieren Sie immer offen.
  • Steigen Sie mit einer Frühstücksrunde oder einer formellen Antrittsrede ein.
  • Nehmen Sie persönlich Kontakt auf, stellen Sie Fragen, verstehen Sie die Abläufe, erkennen Sie auch informelle Teamstrukturen.
  • Führen Sie Einstiegsgespräche einzeln (Hintergründe zur Person, Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Erwartungen).
  • Link: Gesprächsleitfaden in der Tool-Box

Tipp: Offenheit und Respekt schaffen Vertrauen und ermöglichen einen guten Start im neuen Team.

 

 2. Organisieren Sie Ihren Tagesablauf

  • Führungskraft sein heißt Verantwortung für Andere.
  • Erfolgreiches Zeitmanagement – ein Muss für den Erfolg. 
  • Organisieren Sie die neuen Aufgaben (persönliche Mitarbeitergespräche, administrative Dinge rund um die Mitarbeiter, Planung und Reflexion). 
  • Strukturieren Sie den Tagesablauf in kleinere Portionen.
  • Entscheiden Sie aktiv: Was ist zu tun? Aber auch: Was ist nicht mehr zu tun?
  • Achten Sie darauf, dass die notwendigen Ressourcen (personell, technisch) zur Verfügung stehen.

Tipp: Planen Sie feste Zeitpuffer vor und nach Terminen als Schutz vor Hektik und Überlastung ein. Nutzen Sie Pausenzeiten zur aktiven Erholung.

 

 3. Vereinbare Ziele: Was soll ich erreichen – Was will ich erreichen?

  • Klären Sie zunächst: Welche Ziele sollen erreicht werden? Gleichen Sie sodann diese mit den eigenen Zielen ab.
  • Konkretisieren und fixieren Sie die Ziele schriftlich; am Besten im Konsens mit den Mitarbeitern.
  • Sind die Ziel nicht erreichbar, stehen Sie dazu, sprechen Sie darüber und passen Sie an.
  • Werden die Ziele erreicht, geben Sie das Lob an die Mitarbeiter weiter.
  • Werden die Ziele nicht erreicht, analysieren Sie die Ursachen offen mit den Mitarbeitern aber ohne persönliche Schuldzuweisungen. Lernen Sie daraus.

Tipp: Tun Sie Gutes und reden Sie darüber; in beide Richtungen der Hierarchie, in guten wie in schlechten Zeiten.

 

4. Definieren Sie die Aufgaben

  • Sortieren Sie die Aufgaben z.B. nach der Eisenhower-Methode 
  • Delegieren Sie Aufgaben, die andere besser erledigen.
  • Priorisieren Sie Aufgaben z.B. nach der Pareto-Regel (20% der Aufgaben bringen 80% des Ergebnisses) 
  • Nehmen Sie eine gezielte Aufgabenzuweisung vor.
  • Schaffen Sie klare Verantwortlichkeiten mit abgegrenzten Zuständigkeiten.

Tipp:  Sprechen Sie mit jedem Ihrer Mitarbeiter über das individuelle Aufgabenfeld oder arbeiten Sie für kurze Zeit in seinem Bereich mit, um sein Tätigkeitsfeld zu beleuchten und so Überschneidungen zu vermeiden. 

 

5. Vernetzen Sie sich!

  • Lernen Sie neue Partner in allen Hierarchiestufen persönlich kennen.
  • Seien offen für neue Ideen und andere Meinungen und reflektieren Sie konsequent den eigene Standpunkt.
  • Seien Sie freundlich und hilfsbereit - so wird auch Ihnen geholfen.

 

Tipp: Das berühmte Einstandsritual in Form eines Frühstücks oder eines kleinen Umtrunks kann viele Türen und Herzen öffnen und schafft durch die Anwesenheit des nächsten Vorgesetzten, der Kollegen 

 

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