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Basics Kommunikation

KOMMUNIKATION – der Schlüssel zum Erfolg für Führungskräfte

 

Kommunikation ist die Grundlage aller Führungsaktivitäten und das Fundament einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Team.  Dabei erhöhen regelmäßige Feedback- und Mitarbeitergespräche die Motivation und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter und geben Ihnen als Führungskraft die Möglichkeit, Erwartungshaltung klar zu formulieren und bei Bedarf (z.B. bei Verfehlen von gesetzten Zielen) korrigierend einzugreifen. Da Kommunikation ein bedeutendes Führungsinstrument ist, sollten Sie sich einiger Grundlagen bewusst sein.


Paul Watzlawik prägte die oft zitierte Aussage: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Dies bedeutet im Ergebnis: Kommunikation findet immer statt. Dabei werden drei Arten der Kommunikation unterschieden:

 

  1. Verbale Kommunikation - Sprache
  2. Nonverbale Kommunikation - Mimik & Gestik
  3. Schriftliche Kommunikation - Texte

 

Die wichtigste Kommunikationsart ist die Sprache. Um hier grundlegende Fehler zu vermeiden, solltet ihr das folgende Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun kennen (siehe Video unten):

 

Grundsätzlich besteht eine Nachricht immer aus vier Seiten

 

Sie als Führungskraft (Sender) vermitteln neben dem reinen Sachinhalt auch immer eine Aussage über sich selbst (Selbstoffenbarung). Darüber hinaus teilen Sie Ihrem Mitarbeiter (Empfänger) auch etwas über ihre Beziehung zueinander mit, was sie von ihm halten und wie sie ihn einschätzen. Alle diese Informationen beinhalten einen Appell, mit dem Sie auf Ihren Mitarbeiter Einfluss nehmen möchten, um ihn zu bewegen, etwas zu tun oder zu unterlassen.

 

Alle vier Seiten einer Nachricht werden gleichzeitig gesendet.

 

Wenn Sie den Sachverhalt aus Sicht Ihres Mitarbeiters (Empfänger) betrachten, wird es noch komplexer. Ihr Mitarbeiter hört genau auf denselben vier Seiten (quasi mit vier Ohren), über die Sie als Führungskraft (Sender) Ihre Information mit, bildlich gesprochen, vier Schnäbeln abgeben.

 

Den Sachinhalt versucht er inhaltlich zu verstehen. Sobald er die Nachricht auf der Seite der Selbstoffenbarung betrachtet, versucht er zu ergründen, wer ihm gegenübersteht oder in welcher emotionalen Verfassung bzw. Stimmung sich der Sender befindet. Auf der Seite der Beziehung ist der Empfänger persönlich besonders sensibel. Dies ist die Seite, auf der es am häufigsten zu Missverständnissen und zwischenmenschlichen Konflikten kommt, denn hier erkennt der Empfänger (oder glaubt zu erkennen), wie der Sender zu ihm steht, was dieser von ihm hält oder wie er sich von diesem behandelt fühlt. Auf der Appell-Seite wertet der Empfänger aus, was von ihm als Handlung oder Unterlassung erwartet wird.

 

Der Empfänger hat im Prinzip die freie Wahl, wie er auf die Nachricht des Senders reagieren will. Je nach dem, auf welchem „Ohr“ er gerade vorrangig hört, variiert auch die Interpretation der Botschaft. Um als Führungskraft ein Kommunikationsziel zu erreichen, ist es folglich entscheidend, was der Empfänger von der Nachricht versteht und nicht zwingend, was der Sender sagt. 

 

Bitte bedenken Sie, dass ihr Mitarbeiter ebenso Sender sein kann wie Sie Empfänger.

 

Tipp: Beachten Sie den Erfahrungsbericht zum Thema Kommunikation und die Erfahrungen eines Führungstrainings-Trainers !