Fachkompetenz

Zeitmanagement

Geistige Kompetenz



Führungskompetenzen - gestern, heute und morgen

 Gestern

 

In der traditionellen Führungskultur spielen Faktoren wie Fachkompetenz und Authentizität eine entscheidende Rolle für eine gute Führungskraft. Oft haben wir beim Gedanken an die Führungskraft von gestern den Alleinherrscher vor Augen, der mit hohem Fachwissen, wenig soft skills (Sozialer Kompetenz) und einem patriarchalischen Führungsstil in seinem Kosmos herrschte. Doch aus heutiger Sicht ist die Veränderung, der sich Führungskräfte stellen müssen, seit jeher fester Bestandteil der Unternehmensentwicklung. Schon immer mussten Mitarbeiter und Führungskräfte sich auf Neues einstellen. Neue Maschinen, Telekommunikation auf analoger Basis oder der Einzug der digitalen Rechnertechnik in Büros und Produktionshallen brachten deutlichen Fortschritt.

 

Neben den gefragten Fähigkeiten des Fachwissens einer Führungskraft „von gestern“ waren die geistige Kompetenz und Zeitmanagement von Bedeutung. Die geistige Kompetenz untermauert hierbei die Fachkompetenz, um sich allen Vorgängen seiner Mitarbeiter annehmen und sie auch verstehen und eventuell verbessern zu können. Das Zeitmanagement verstand sich in der Vergangenheit als Einsatz der vorhandenen Ressourcen zur Erreichung des gegebenen Ziels. Die Planung des Gesamtablaufes aus der Sicht der Produktion stand im Vordergrund.

 

Der Umgang mit anderen Kulturen und dem ständigen sowie schnellen Wandel war in der Vergangenheit noch nicht überdurchschnittlich gefragt.

 

 


Changemanagement

Soziale Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz



 

 

Heute

 

Die gute Führungskraft von heute steht neben den typischen Herausforderungen an eine Führungskraft was ihr Fachwissen, Methodik und ihren Führungsstil angeht mehr denn je vor der Herausforderung der Veränderung. Hohe geistige und soziale Kompetenz stehen im Vordergrund der Fähigkeiten einer guten Führungskraft von heute. Es gilt den digitalen Wandel in den Unternehmen gemeinsam mit allen Mitarbeitern zu gestalten und zu leben. Das Schlüsselwort ist „transformative Führung“. Die Kreativität und Selbstentwicklung des Einzelnen werden gefördert. Die Führungskraft von heute benötigt deshalb nicht zwingend ein hohes Fachwissen. Vielmehr muss eine Führungskraft von heute die geistige Kompetenz mitbringen, seine Teammitglieder bei der digitalen Transformation nicht einfach nur abzuholen, sondern mitzunehmen und die bestehenden Mängel im Umgang mit den verschiedensten Mitarbeitern erkennen und zu verbessern.

 

Im Zuge der Änderung der Arbeitsstruktur, der Verteilung von Produktionsstandorten und Projektteams wird heutzutage von einer Führungskraft erwartet, dass sie interkulturelle kompetent ist und Planungen unter dem Einsatz von Personal zielführend umsetzen kann.

 

 

Morgen

 

Ein gutes Changemanagement wird für die Führungskraft von morgen zur unumgänglichen Kompetenz. Die Herausforderung dabei ist im Prozess der ständigen Transformation den Überblick zu behalten, die Chancen zu nutzen und die Struktur im Unternehmen anzupassen. Die Bedeutung des Zeitmanagements ändert sich in Richtung der Personalentwicklung-  und -weiterentwicklung innerhalb der Prozesse. Es gilt in dieser Zeit die für diesen Wandel wichtigen Menschen zu befähigen  und ständig alle Mitarbeiter in Veränderung zu motivieren.

Neben dem neudefinierten Zeitmanagement kommt auch der Fachkompetenz eine neue Rolle zu. Diese definiert sich in der digitalen Welt anders als früher und bezieht angepasste Arbeitsstrukturen, digitale Tools und den Umgang mit Sozial-Media mit ein. Agile Organisationsstrukturen zu gestalten wird eine Kernkompetenz der Führungskraft von morgen sein. 

 

Über die schnellen Änderungen und den Einsatz immer neuer Mittel gilt es zu informieren und sie selbst zu nutzen, um den Stand der Technik für seine Arbeit gewinnbringend einzusetzen. Der sozialen Kompetenz kommt mit diesem Anspruch erneut eine Schlüsselrolle zu. Gutes Changemanagement, die Erwartung an die eigenen Mitarbeiter sich für Neues zu öffnen sowie Probleme frühzeitig und offensiv anzugehen, gelingt nur, wenn die Führungskraft Kommunikation lebt. 

 

In der Zukunft zeichnet sich die gute Führungskraft nicht mehr besonders durch ihre interkulturelle Kompetenz und geistige Kompetenz aus. Auch wenn diese Kompetenzen dadurch nicht an Relevanz verlieren. Der Umgang mit international aufgestellten Arbeitsgruppen und die Anpassungsfähigkeit an die neuen Situationen wird von einer Führungskraft erwartet.

 

Alle diese Kompetenzen sind für die Führungskraft von morgen ein Muss.  Andernfalls wird die Führungskraft und damit auch die ihr unterstellte Organisation nicht Schritt halten können. Wer als Führungskraft erfolgreich sein will, muss diesen epochalen Wandel anführen!

 

Die beschriebenen Kompetenzen bilden dafür die Grundlage.